Developed in conjunction with Joomla extensions.

Volltextsuche

Die nächsten Veranstaltungen

22.04.2018
Kinderführungen
29.04.2018
Spargelfahrten
01.05.2018
Spargelfahrten
06.05.2018
Frühstücksfahrt
06.05.2018
Spargelfahrten

Das aktuelle Wetter im Selfkant

WetterOnline
Das Wetter für
Gangelt

Diesellok V 8 "Helmut"

Fahrzeugdaten

  • Achsanordnung
Cdm
  • Hersteller
Lokomotivbau Karl Marx, Babelsberg
  • Fabrik-Nummer
250564
  • Baujahr
1973
  • Fahrzeugmasse
-
  • Länge über Puffer
-
  • Bremsausrüstung
-
  • Bremsgewicht
-
  • Leistung
-
  • Motortyp
-
  • letzte Betriebsverwaltung
August-Bebel-Hütte, Helbra
  • bei der Selfkantbahn seit
1992
  • Status
Betriebsfahrzeug

Fahrzeuggeschichte

In der Mansfelder Mulde, zwischen Harz und Halle (Saale) gelegen, wurden seit jeher ausgedehnte Kupferschiefervorkommen abgebaut. Bis kurz nach der politischen Wende in der DDR im den Jahre 1989 existierten in diesem Gebiet mehrere umfangreiche Werkbahnnetze in den Spurweiten 750 und 1000 mm. Das Erstere verband seit Ende des 19. Jahrhunderts die diversen Werke und Gruben untereinander, zuletzt jedoch nur noch die August-Bebel-Hütte in Helbra mit der Kupfersilberhütte in Hettstedt; ein Teil der Strecke ist heute Museumsbahn. Die zugehörige Bahnwerkstätte des "VEB Mansfeld-Kombinats Wilhelm Pieck" wird heute unter dem Namen MaLoWa Bahnwerkstatt GmbH als Lokomotivwerkstätte betrieben.

Innerhalb des ausgedehnten Geländes der August-Bebel-Hütte wurde der Verkehr auf Meterspur mit Diesellokomotiven durchgeführt. Nach Stillegung der Hütte in Helbra wurden 1992 sämtliche 12 Meterspur-Diesellokomotiven, darunter sechs Stück aus rumänischer Produktion, verkauft; die sechs Lokomotiven aus deutscher Fertigung kamen in zwei Exemplaren zur DR (Raw Halle), drei Stück zur Brohltalbahn und die Lok V 8 zur Selfkantbahn. Die V 8 gehört zum Standard-Industrieloktyp V 10 C, der vom VEB Lokomotivbau Karl Marx in Babelsberg für Spurweiten von 600 bis 1000 mm etwa Ende der 50er-Jahre entwickelt wurde und in der DDR, aber auch in anderen RGW-Staaten Verbreitung fand. Auch die Deutsche Reichsbahn setzte Maschinen dieses Typs als Baureihe 199.0 ein.

Die Lok wurde 1973 in Babelsberg gebaut und war vermutlich stets in Helbra im Einsatz. Angetrieben wird sie  von einem luftgekühlten 6-Zylinder-Reihen-Dieselmotor mit 102 PS (74 kW) des Dieselmotorenwerks Schönebeck mittels eines mechanischen Einheits-Rädergetriebes über  eine Blindwelle und Stangen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 24 km/h, das Dienstgewicht 16 t. Bei der Selfkantbahn ist die Lokomotive seit Ostern 1996 im Einsatz.

© Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.