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Förderverein und Betriebsführungsgesellschaft

Die Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V. (IHS) mit dem Sitz in Gangelt ist der Förderverein des Kleinbahnmuseums Selfkantbahn. Der Verein wurde am 16. Dezember 1969 gegründet und wollte zu Beginn seiner Tätigkeit eine ganze Reihe von Museumsbahnprojekten - auch im Straßenbahnbereich - realisieren, für die auch schon etliche historische Fahrzeuge beschafft wurden, doch beschränkte er sich schon recht bald weitgehend und ab Mitte der siebziger Jahre ausschließlich auf die Selfkantbahn.

Die IHS e. V. ist kraft ihrer Satzung und dem alle drei Jahre neu ausgestellten Körperschaftssteuerfreistellungsbescheid des Finanzamtes Geilenkirchen gemeinnützig und besonders förderungswürdig. Spenden an den Verein können steuermindernd geltend gemacht werden; diese Regelung gilt auch für Mitgliedsbeiträge.

Die IHS e. V. hat heute (Stand Februar 2016) knapp 550 Mitglieder, von denen etwa 90 ehrenamtlich für die Selfkantbahn arbeiten, wenn auch verständlicherweise mit ganz unterschiedlicher Einsatzintensität.

Der Vorstand des Vereins besteht aus sieben Personen, die für jeweils 2 Jahre von der Mitgliederversammlung für bestimmte Funktionen gewählt werden. Nach den Wahlen der letzten Jahreshauptversammlung vom 27. Februar 2016 setzt er sich wie folgt zusammen:

  • Vorsitzender Dr.-Ing. Bernd Fasel, Herzogenrath
  • Stellvertretender Vorsitzender Helmut Kommans, Aachen
  • Schriftführer Günther Steinhauer, Dortmund
  • Schatzmeister Harrie Wijtsema, Brunssum, Niederlande
  • Beisitzer Detlef Boettcher, Mönchengladbach
  • Beisitzer Tobias Formen, Gangelt
  • Beisitzer Thomas Paustenbach, Geilenkirchen


Die Mitglieder des Vorstandes sind per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.

In den ersten Jahren der Selfkantbahn lag die Betriebsführung des Eisenbahnbetriebes auf der Selfkantbahn noch in den Händen der Kreiswerke Heinsberg (KWH), die etliche Jahre zuvor die Nachfolge der Geilenkirchener Kreisbahnen angetreten hatten. Am 24. Juli 1972 gründete jedoch die IHS e. V. die Tochtergesellschaft Touristenbahnen im Rheinland GmbH (TBR), die fortan die kaufmännische und technische Verantwortung für den Eisenbahnbetrieb übernahm. Angestellte hatte die TBR nicht, alle Arbeiten wurden von den ehrenamtlich tätigen Mitglieder der IHS erledigt. Die IHS e. V. mit ihrer Selfkantbahn war die erste Museumseisenbahn in Deutschland, die eine GmbH zur Betriebsführung gründete. Dieser Schritt hat inzwischen vielfach Nachahmung gefunden, wobei die jeweiligen Konstellationen in weiten Grenzen variieren können.

Mit dem Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens, das am 1. Januar 1994 in Kraft trat, änderte sich auch die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der TBR. Sie wurde zunächst zum konzessionierten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) nach den Bestimmungen des Allgemeinen Eisenbahn-Gesetzes (AEG),  wobei die Genehmigung bis zum 31. Dezember 2018 befristet wurde. Die Funktion des für die Eisenbahnstrecke zuständigen Eisenbahn-Infrastrukturunternehmens (EIU) hingegen blieb formal noch bei den KWH, der heutigen WestVerkehr GmbH. Ein zivilrechtlicher Vertrag regelte jedoch umfassend, daß die TBR und damit die Mitarbeiter der Selfkantbahn für die Instandhaltung der Strecke selbst verantwortlich waren.

Nach langen Vorbereitungen wurde der TBR vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 2. Mai 2011 die Genehmigung zum Betreiben der Eisenbahninfrastruktur der Selfkantbahn bis zum 31. Mai 2061 erteilt, womit nunmehr die TBR auch das EIU der Selfkantbahn ist. Mit dem Erteilen dieser Genehmigung trat zudem ein bereits im Januar 2010 völlig neu gefaßter Pachtvertrag zwischen west und TBR in Kraft, in dem deren gegenseitigen Rechte und Pflichten in zeitgemäßer Form neu geregelt worden waren. Rechtlich kann die Selfkantbahn damit in eine gesicherte Zukunft blicken.

Vier hauptamtliche Mitarbeiter unterstützen inzwischen die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der IHS in Werkstatt und Verwaltung und sorgen mit diesen dafür, daß unsere Fahrgäste einen zuverlässig funktionierenden Eisenbahnbetrieb vorfinden. Die Beschäftigung hauptamtlicher Mitarbeiter bei einer Museumseisenbahn stellt in Deutschland noch eine Ausnahme dar, wenngleich es dort inzwischen vielfältige Mischformen gibt, bei denen die Möglichkeiten des zweiten Arbeitsmarktes, geringfügiger Beschäftigungen sowie, nicht zu vergessen, eine gehörige Portion Selbstausbeutung kreativ eingesetzt werden.

Die TBR hat zwei Geschäftsführer, die gleichzeitig Mitglieder des Vorstandes der IHS sind: Günther Steinhauer als hauptamtlicher und Harrie Wijtsema als ehrenamtlich tätiger Geschäftsführer.

Nach wie vor ist die TBR eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der IHS; ihr Stammkapital beträgt 420.000 Euro. Das wertvollste Kapital der Selfkantbahn jedoch sind die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter, gefolgt von den Fahrzeugen, mit denen der historische Eisenbahnbetrieb abgewickelt wird. Diese sind - mit wenigen Ausnahmen - alleine im Eigentum der IHS. Ein Zugriff hierauf ist somit selbst im Falle einer Insolvenz der Betriebsführungsgesellschaft ausgeschlossen.

Die IHS war einer der Museumsbahnbetreiber, die am 27. Februar 1993 den Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen (VDMT) gründeten. Ihr Schriftführer Günther Steinhauer war von November 1999 bis März 2012 gleichzeitig Stellvertretender Vorsitzender des VDMT. Im November 2012 wurde er zum Vorsitzenden dieses Verbandes gewählt.

Mit dem Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens, das am 1. Januar 1994 in Kraft trat, änderte sich auch die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der TBR. Sie wurde zunächst zum konzessionierten Eisenbahn-Verkehrsunternehmen (EVU) nach den Bestimmungen des Allgemeinen Eisenbahn-Gesetzes (AEG), während die Funktion des für die Eisenbahnstrecke zuständigen Eisenbahn-Infrastrukturunternehmens (EIU) formal bei den KWH, der heutigen WestEnergie und Verkehr GmbH (West), verblieb. Ein zivilrechtlicher Vertrag regelte jedoch umfassend, daß die TBR und damit die Mitarbeiter der Selfkantbahn für die Instandhaltung der Strecke selbst verantwortlich waren.
Nach langen Vorbereitungen wurde der TBR vom Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen am 2. Mai 2011 die Genehmigung zum Betreiben der Eisenbahninfrastruktur der Selfkantbahn bis zum 31. Mai 2061 erteilt, womit nunmehr die TBR auch das EIU der Selfkantbahn ist. Mit dem Erteilen dieser Genehmigung trat zudem ein bereits im Januar 2010 völlig neu gefaßter Pachtvertrag zwischen West und TBR in Kraft, in dem deren gegenseitigen Rechte und Pflichten in zeitgemäßer Form neu geregelt worden waren. Rechtlich kann die Selfkantbahn damit in eine gesicherte Zukunft blicken.

T7 Sylter-Duenenexpress Eisenbahn-Planer NRW-Stiftung Verband Deutscher Museums- und Touristikbahnen Selfkantbahn-Impressionen

© Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr e. V.